Aktion A.3 – Analyse der räumliche Konnektivität und Vorbereitung von Richtlinien zur Umweltverträglichkeitsprüfung

Der Lebensraum einer Art ist unterteilt in Gebiete mit geeignetem Habitat, ungeeignetem Habitat, das zwar durchwandert aber nicht permanent besiedelt werden kann und Barrieren, die selbst das Durchwandern unmöglich machen. Das führt zu einer Fragmentierung der Landschaft. Barrieren und ungeeignete Lebensräume können umweltbedingt entstehen(Flüsse, hohe Bergrücken, Seen etc.) oder vom Menschen geschaffen sein. Zu Letztgenannten gehören Autobahnen, Industriegebiete und Siedlungen.

Der Verlust von Lebensraum und die Fragmentierung sind zwei der wichtigsten Bedrohungen für gefährdete Arten weltweit. Es gibt zwei Wege wie man diesem Problem begegnen kann – Restoration und Prävention. Generell ist Prävention der günstigere (billigere) Weg, aber manchmal ist auch Restoration notwendig. Beides erfordert ein umfassendes Verständnis der Lebensraumansprüche von Bären. Das kann wiederum für Umweltverträglichkeitsstudien (EIA) verwendet werden.

Die Partner in diesem Projekt haben bereits eine beträchtliche Menge an Bewegungsdaten mittels GPS Telemetrie-Daten und genetischem Material von Braunbären in früheren Projekten sammeln können. In dieser Aktion werden diese Daten mit den neu erhobenen als ein umfassender Gesamtdatensatz analysiert. Die Ergebnisse tragen dazu bei Richtlinien für die Landschaftsplanung zu generieren, welche es ermöglichen die Lebensraum-Konnektivität großräumig und länderübergreifend zu erhalten.