AKTION C.3 – Die Integration von Bärenhabitatskonnektivität und Habitatstauglichkeit in die Raumplanung

Die Konnektivität zwischen einzelnen Habitatsflächen ist ein wichtiger Punkt für ein Langzeitbestehen von Wildtierpopulationen. Die Dynamik und die Ausbreitung werden davon wesentlich beeinflusst. Die Rekolonisierung der Ostalpen durch natürliche Ausbreitung ausgehend vom Dinarischen Gebirge ist eines der Hauptziele des Braunbärschutzes in Europa. Um dieses Ziel – nämlich die Schaffung einer entwicklungsfähigen Population im Alpenraum – zu erreichen, ist es unumgänglich, dass man die Konnektivität und dadurch eine angemessene Anzahl an Abwanderungen mit dementsprechendem Genfluss, verbessert. Der effektivste Weg hierzu ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA) welche die Habitat Konnektivität für die Bären in die Raumplanung mit einschließt. Im Endeffekt soll ein Handbuch mit „EIA Richtlinien“ entstehen. Dieses soll in Zukunft für Raumplanungsprozesse verwendet werden, um eine weitere Fragmentierung zu verhindern. Es soll Barrieren als auch die besten Lokalisationen für Verbesserunges-Aktionen aufzeigen. Ein Weiterbildungsseminar wird in jedem Land organisiert. Mit dieser Aktion wird eine Wissenslücke gefüllt und die Wichtigkeit der Habitatskonnektivität in den Fokus gerückt, sowohl bei den Experten, als auch bei den Firmen, die sich mit Raumplanung und Umweltverträglichkeitsprüfungen befassen.