AKTION D.2 – Evaluierung (Monitoring) der Effektivität der Präventionsmaßnahmen zur Reduktion von verkehrsbezogener Mortalität bei Braunbären

Obwohl die Wirksamkeit von verschiedenen Maßnahmen zur Wildunfallvermeidung bereits bestätigt ist, so lassen sich diese Daten noch nicht für den Bären anwenden, da von ihrem Verhalten im Bereich dieser Strukturen noch nichts erforscht wurde.

Dadurch ist diese Aktion essentiell für ein besseres Verständnis der Bären-Ethologie und um die Effizienz der Maßnahmen zu bestätigen. Bevor die Maßnahmen angewandt werden, werden besonders unfallreiche (besonders was Bären-Kollisionen betrifft) Autobahnabschnitte identifiziert. Dort werden dann Wildtierkameras installiert und basierend auf den Ergebnissen dann Rampen und Tore, welche sich nur nach außen öffnen lassen, montiert. Nach der Installation eines Elektrozauns entlang der Autobahn werden Infrarotkameras verwendet um die Effektivität und Änderung im Verhalten der Bären zu dokumentieren (Überquerungsmuster).

In Kroatien werden 4 Bären in Gorski Kotar, nahe der Autobahn A6 gefangen und mit einem GPS Halsband besendert. Die Annäherung und möglicherweise Überquerung der Autobahn an Überquerungsstrukturen, wie z.B. Grünbrücken oder mittels überklettern von Zäunen, werden aufgezeichnet. Die Effektivität aller verwendeten Maßnahmen auf die Reduktion von verkehrsbezogener Bärenmortalität wird statistisch ausgewertet. Die erstellten Berichte werden zukünftig eine nachhaltige Planung von Infrastruktureinrichtungen ermöglichen, auch in Hinblick auf die Reduktion von Bärenmortalität im Straßen- bzw. Eisenbahnverkehr.